Die ETH Zürich will bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen in sämtlichen relevanten Bereichen substanziell reduzieren und bis 2040 Netto-Null erreichen. Das bedeutet, dass die Hochschule ab dann unter dem Strich keine Treibhausgase mehr verursachen will. Diese Vision umfasst auch die Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Lieferkette – und damit unseren Konsum an Ressourcen.
Natürliche Ressourcen sind unsere Lebensgrundlage. Das macht sie kostbar. Doch wir verbrauchen schon lange zu viel davon. Der Weg in die Klimaneutralität führt daher über einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Grundlagen: Indem wir als Organisation Ressourcen nachhaltig nutzen und schützen – auf dem Campus, in der Lehre und Forschung.
ETH Sustainability lanciert darum die Kampagne Resources Are Precious und fordert die ETH-Gemeinschaft heraus: «Use your Brain. Rethink your Routines.» Die Kampagne erinnert uns daran, wie wertvoll unsere Ressourcen sind, und vermittelt auf einfache Weise, wie jede und jeder von uns im Alltag Ressourcen schützen kann.
Ausschalten, weniger heizen, Verpackungen vermeiden
Seit Anfang Woche regen unsere «Calls to Action» auf digitalen Screens und Plakaten zum Handeln an und zeigen beispielhaft, wie das in den Bereichen Strom, Wärme und Verpackungen gelingen kann. Und das können wir konkret tun:
- Heat less: Heize weniger – denn 1 Grad weniger spart im Schnitt 6 Prozent Energie.
- Reduce packaging: Vermeide Verpackungen, indem du Mehrweggeschirr und eine Trinkflasche benutzt und deinen Abfall fürs Recycling trennst.
- Switch off: Schalte elektronische Geräte aus, statt sie im Standby zu lassen – das spart bis zu 80 Prozent des gesamten Stromverbrauchs ein.
- Nutze unsere Sticker, um Geräte in Büros oder Laboren nach Bedarf für «Switch off» zu kennzeichnen.
Die Sticker für «Switch off» sind ab heute bei den Campus Infos kostenlos beziehbar.
Kommentare
Wie wird in Bezug auf die Netto-Null-Kampagne der Einsatz von Kunstschnee letzte Woche bei der Challenge ETHZ-EPFL gerechtfertigt? Hier müsste es doch auch das Ziel der ETH sein solche sinnlosen Events mit Kunstschnee Mitte Oktober bei einer Aussentemperatur von rund 15°C zu verhindern? Übirgens werden Temperaturunterschiede in Kelvin angegeben und nicht in Grad (Grad ist die Einheit für einen Winkel).
Hallo Ricardo Vielen Dank für deinen Kommentar. Als Co-Präsident des aktuellen Challenge-Komitees möchte ich gerne etwas Klarheit in Bezug auf den vermeintlichen „Kunstschnee“ beim Challenge Run vom 10. Oktober schaffen. Es handelt sich dabei um sogenannte Ice-Shavings, die von der Kunsteisbahn des Sportzentrums Heuried stammen und als Nebenprodukt bei der Pflege der Eisfläche durch die Eisbearbeitungsmaschine anfallen. Da wir uns jedes Jahr frühzeitig beim Sportzentrum Heuried anmelden, werden uns diese Eisreste zur Verfügung gestellt, sodass wir am Eventtag eine ausreichende Menge abholen können. Unser "Schnee" ist somit kein zusätzlicher Ressourcenverbrauch, sondern eine Wiederverwendung bereits vorhandener Materialien. Dies gilt übrigens auch für den „Schnee“, der bei unseren „Schneewerbung“-Events am 13. und 14. November auf der Polyterrasse sowie auf der Piazza am Hönggerberg verwendet wird. Wir nehmen die Nachhaltigkeit unserer Events sehr ernst und wollen nicht, dass Missverständnisse die wichtigen Bemühungen der Netto-Null-Kampagne in ein schlechtes Licht rücken. Ich hoffe daher, dass diese Erläuterungen zur Klärung beitragen und eventuelle Bedenken ausräumen können. Mit besten Grüssen, Jonas
Hallo Ricardo Vielen Dank für deinen Kommentar und den Hinweis. Soweit ich weiss ist die Challenge eine Studierendeninitiative, auf die wir keinen direkten Einfluss haben. Ich werde mich aber gerne mit den Organisator:innen in Kontakt setzen um gemeinsam an einem nachhaltigeren Event zu arbeiten. Für diesen Zweck haben wir im März auch einen Guide für nachhaltige und inklusive Events herausgegeben, an dem sich Veranstaltende orientieren können (s. hier: https://ethz.ch/de/die-eth-zuerich/nachhaltigkeit/agenda2030/nachhaltige-events.html). Viele Grüsse Sebastian