Können Wasserkraft und Fische koexistieren?

Wasserkraft liefert erneuerbaren Strom, verursacht aber massives Fischsterben – ein globales Dilemma, das nur durch Kompromisse gelöst werden kann, meint Luiz Silva und sagt, wie man diese finden kann.

Kommentare

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Wir freuen uns, wenn Sie an dieser Stelle Artikel aus den ETH-Newskanälen kommentieren, Fragen stellen oder auch auf Kommentare anderer Leserinnen und Leser reagieren. Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarregeln.

5 Kommentare

Es sind zusätzliche Kommentare in der englischen Fassung dieses Beitrags verfügbar. Alle Kommentare anzeigen

  • Carlo Gobetti-Haefelin31.07.2024 18:20

    Wer ist für Kinetik zuständig an und in der ETH ? Ich habe die el. Strom-Produktion für die ganze Schweiz gelöst in die Zukunft ... mit FWTG-CG und mit TWTG-CG, entwickelt ... konstruiert ...

     
       
    • Gabriele Müller27.01.2022 08:30

      Herzlichen Dank für diesen ausgezeichneten, konstruktiven Artikel. Da können wir in einigen Bereichen voneinander lernen. Bei der Anpassung an den Klimawandel gibt es ein Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen von der Siedlungsentwicklung bis zum Wassermanagement. Packen wir es gemeinsam an!

       
         
      • Anton Leyrer26.01.2022 12:58

        Hervorragender Artikel von einem Praktiker geschrieben! Empfehle diesen Artikel auch an Verbund (100% Wasserkraft) und die Österr. Bundesforste zu senden. Größter Fischhändler Österreichs. NZZ sollte diesen Artikel übernehmen.

         
           
        • Max Blatter26.01.2022 12:11

          Grundsätzlich verkörpert die Nutzung der erneuerbaren Energien den Gedanken einer Symbiose der Technik mit der Natur, während die Ausbeutung nicht erneuerbarer Energieressourcen (fossil UND nuklear!) ihrem Wesen nach parasitär ist. (Ja, dieses Statement wird den Widerspruch mancher Kreise herausfordern, ist aber meine dezidierte Meinung als Energiefachmann.) Aber damit die "grundsätzlich" symbiotische Technologie zu einer WIRKLICH symbiotischen wird, bedarf es gewisser Anstrengungen. Ja, die Nutzung der Wasserkraft KANN mit dem Schutz der aquatischen Fauna (und Flora!) einhergehen. Und die Nutzung der Windenergie mit dem Schutz der Vögel und Fledertiere. Was ich auch in meinem Fachhochschulmodul "Nachhaltige Energietechnik" betone: Dazu braucht es den fruchtbaren Dialog zwischen der technologischen Seite und der Seite des Natur- und Artenschutzes. Bei der Wasserkaft funktionert das m.E. in der Schweiz sehr gut. Bei der Windenergie aktuell weniger; da kann eher Deutschland Vorbild sein. Aber WENN man miteinander redet, können wohl IMMER Lösungen gefunden werden.

           
          • Martin Holzherr28.01.2022 15:30

            Grosse Wasserkraftwerke und grosse Windparks haben massive Einflüsse auf ihre natürliche Umgebung. Nur schon weil sie ja mitten in der Natur stehen und sie die Natur verändern. Der schädliche Einfluss kann abgemildert, aber nie ganz vermieden werden. Ganz anders wenn es einmal Fusionskraftwerke gibt. Ein Fusionskraftwerk mit den Ausmassen 30x30x30 Meter kann eine Stadt mit 100‘000 Menschen mit Elektrizität versorgen und das ohne irgend eine Anpassung des Elektrizitätsnetzes wie es bei Photovoltaik fast immer wegen den Mittagsspitzen nötig ist. Der Brennstoffbedarf eines Fusionskraftwerks is sehr klein. Eine Badewanne voll Wasser enthält genug Deuterium um den Strombedarf eines Menschen für 80 Jahre zu decken. Ebenso genügt das Lithium zweier Smartphones um das Tritium zu erzeugen, das es für den Elektrizitätsbedarfs eines menschlichen Lebens benötigt. Wenn erneuerbar bedeutet, dass wir etwas der Natur abpressen (meist in Form von Raum) dann ist das für mich nur bedingt erneuerbar - ausser man hätte einen Planeten B zur Verfügung auf dem man all das nötige Gerät (Windturbinen etc) aufstellen könnte.